Weihnachten 2017 – CVJM-Blog https://blogarchiv.cvjm.de Stark im Leben! Fri, 15 Dec 2017 09:43:32 +0000 de-DE hourly 1 Das habt als Zeichen … https://blogarchiv.cvjm.de/2017/12/17/das-habt-als-zeichen/ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/12/17/das-habt-als-zeichen/#respond Sun, 17 Dec 2017 13:00:16 +0000 http://www.cvjm-blog.de/?p=29083
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Eigentlich geht das ja mal gar nicht: ein Fressnapf! Aber es kommt halt wie so oft im Leben darauf an, das Beste daraus zu machen. Und deshalb kann man das alles auch ganz anders sehen.

Foto: Joanna Kosinska (Unsplash)

Wovon schreibe ich hier eigentlich? Natürlich von der Krippe. In vielen Gemeinden findet am dritten Advent das Krippenspiel statt. Wer auch nur ein bisschen Ahnung hat, weiß sofort, was damit gemeint ist. Aufgeregte Kinder spielen vor noch aufgeregteren Eltern und anderen belustigten Erwachsenen die Geburt von Jesus nach. Mit Gastwirt, Stall, Hirten, Sterndeuter, Maria und Josef. Und einer Krippe, in die eine Puppe gelegt wird. Nach der hat das ganze Stück seinen Namen. Dabei wird die Krippe nur in einem einzigen der vier Lebensberichte über Jesus erwähnt, im Lukasevangelium.

Warum eigentlich bekam eine schlichte Futterkrippe – für Maria damals offensichtlich die beste Wahl als Babybett für das neugeborene Kind – eine so zentrale Rolle?

Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass Lukas die Armen und Ausgegrenzten aus der Bevölkerung besonders am Herzen lagen. Über solche Menschen schreibt Lukas besonders häufig. Darüber, wie Jesus sich ihnen zuwendet. In diesem Sinne könnte der Futtertrog, der damals sehr wahrscheinlich nicht aus Holz gezimmert, sondern aus einem Stein gehauen war, ein Zeichen der Solidarität mit den Armen der Gesellschaft sein. Gott ist sich nicht zu schade, in einem verschmutzten Futtertrog Platz zu nehmen. Er teilt die Lebensrealität armer Menschen. Egal ob finanziell, sozial oder auch geistlich arm.

Foto: Walter Chávez (Unsplash)

Vielleicht ist die Krippe aber auch eine Art Metapher, ein prophetisches Zeichen. Die Krippe ist ja der Ort der Lebensmittel. Hier findet das Tier Nahrung, das, was es zum Leben braucht. Eben Lebens-Mittel. Und die Krippe deutet an, dass Jesus unser „Lebensmittel“ ist. Er vermittelt uns Leben. Die Krippe, mit Jesus darin, nimmt bildlich vorweg, was Jesus später selber einmal über sich sagen wird: „Ich bin das Brot des Lebens!“ (Joh. 6,35). Sie erinnert also daran, Jesus in das eigene Leben ein- bzw. aufzunehmen.

Oder aber die Krippe steht als ein Symbol für Christen. Die Hirten in der Weihnachtsgeschichte bekommen die Information: „Ihr findet ihn in einer Krippe …“ Der menschgewordenen Gott ist durchaus zu finden. An ganz realen Orten. Hier in einer Krippe. So könnte man sagen, dass Christen auch so eine Krippe sind, an der Menschen Christus begegnen können. Denn Jesus lebt in denen, die an ihn glauben und ihm nachfolgen (Gal. 2,20). Und so wie Hirten zu der Krippe kamen und darin Christus entdeckten, können Menschen in und durch Christen Jesus entdecken.

Drei unterschiedliche Antworten auf die Frage, warum die Krippe so wichtig ist. Drei Antworten, die sich am Ende aber nicht ausschließen sondern gegenseitig ergänzen: Gott, der sich nicht zu schade ist in unserer Armut Platz zu nehmen, Jesus, der wahres Leben vermittelt, und Christen, die zur wandelnden Krippe werden, weil Christus in ihnen lebt.

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… tönt es laut von fern und nah! https://blogarchiv.cvjm.de/2017/12/10/toent-es-laut-von-fern-und-nah/ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/12/10/toent-es-laut-von-fern-und-nah/#respond Sun, 10 Dec 2017 09:00:39 +0000 http://www.cvjm-blog.de/?p=29041
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Andacht zum zweiten Advent

Foto: Joanna Kosinska (Unsplash)

Jesus, der Retter ist da! Am Weihnachtsabend erklingt diese frohe Botschaft rund um den Globus.

Das Lied Stille Nacht, aus dem die Zeilen stammen, bahnte sich – ausgehend von einem kleinen österreichischen Bergdorf – innerhalb weniger Jahrzehnte seinen Weg durch die Welt. Heute ist es in unzählige Sprachen übersetzt und wird sicherlich auch dieses Jahr Millionen von Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen an den Weihnachtstagen begleiten.

Vielleicht singt auch ihr es im Gottesdienst, in eurer Gemeinde oder zu Hause mit euren Familien im festlich geschmückten Wohnzimmer.

Foto: Sweta Meininger (Unsplash)

Stille Nacht! Heilige Nacht! Die der Welt Heil gebracht.

Mit diesen einfachen und wenigen Worten werden wir daran erinnert, dass das Versprechen, welches Gott uns mit der Geburt seines Sohnes gegeben hat, allen Menschen gilt.

Wir, als Teil der weltweiten YMCA-Bewegung haben in den Begegnungen mit unseren internationalen Partnern immer wieder die Gelegenheit, dieses universelle Versprechen miteinander zu teilen.

Wo diese Möglichkeiten des interkulturellen Austausches fehlen, können die Angst vor dem Unbekannten und Vorurteile leicht dazu führen, dass Menschen die Universalität der Botschaft vergessen und sich vor dem Fremden verschließen.

Foto: Gareth Harper (Unsplash)

Damit dies in unserem persönlichen Umfeld nicht geschieht, sind wir, die wir immer wieder Bereicherung durch unsere internationale Vernetzung erfahren dürfen, besonders dazu aufgerufen, daran zu erinnern:

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Wo sich heut‘ alle Macht
väterlicher Liebe ergoss,
und als Bruder huldvoll umschloss
Jesus die Völker der Welt!

Wir wünschen euch einen gesegneten zweiten Advent!

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„Macht hoch die Tür“ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/12/03/macht-hoch-die-tuer/ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/12/03/macht-hoch-die-tuer/#respond Sun, 03 Dec 2017 09:00:06 +0000 http://www.cvjm-blog.de/?p=28942
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Andacht zum ersten Advent

Foto: Joanna Kosinska (Unsplash)

In den Tagen unseres Einzugs in Kassel ließ sich unser Garagentor nicht mehr öffnen. „Macht hoch die Tür“, „öffne dich“ war die Idee, der Wunsch, die Aufgabe. Doch es ging nichts mehr.

„Macht hoch die Tür“ – so beginnt das eindrückliche Adventslied von Georg Weissel (EG Nr. 1, der Text greift Worte aus Ps. 24,7 ff. auf). Es ist ein Lied, das in besonderer Weise Worte gibt, Raum und Rahmen schafft, dass der, auf dessen Ankunft wir in der Adventszeit warten, bei uns einziehen und ankommen kann: Jesus Christus.

Symbolbild
Foto: Craig Whitehead (Unsplash)

„Macht hoch die Tür“ – bei unserem Garagentor war das nicht so einfach möglich. Es erforderte geschickte Hände, viel Kraft und jemanden, der sich auskennt. Gemeinsam stemmten wir das Tor auf und fixierten es so, dass es repariert werden konnte. Jetzt lässt es sich wieder öffnen und schließen.

Fürs Öffnen des Herzens braucht es keinen Techniker und doch immer wieder Kraft, Ausdauer, Ermutigung und Hilfe von außen – und manches Mal auch etwas, womit diese Tür offen gehalten werden kann, ohne dass sie schnell und leicht wieder zufällt. Was das bei dir ist, weiß ich nicht. Bei mir sind es bewusste Zeiten der Stille oder Gemeinschaft mit anderen, in der wir nicht nur Leben, sondern auch Glauben teilen.

Die Adventszeit stellt für viele eine besondere Herausforderung dar. Vielleicht ist sie ja in diesem Jahr eine besondere Chance, ein Geschenk? Weil genau das gelingt: ein geöffnetes Herz, geöffnete Hände, schlicht ein offenes Tor zu haben, dass „der König der Ehre einziehe.“

Nicht immer sind Türen leicht zu öffnen oder bleiben automatisch offen. Dabei braucht diese Welt und unsere Gesellschaft so viele offene Türen und Menschen, die dafür sorgen, dass sie offen bleiben. Wenn wir eine offene Gesellschaft bleiben wollen, in der Fremde willkommen, in der Hilfe und Füreinander-einstehen grundlegend sind, dann braucht es das Engagement vieler.

Foto: Arno Smit (Unsplash)

Wenn wir als CVJM-Bewegung relevant sein, die Welt bewegen und verändern wollen, dann braucht es geöffnete Türen zu unseren CVJM-Häusern, damit Menschen hereinkommen können, aber auch, dass wir hinausgehen, hin zu den Menschen. Damit der CVJM mit seiner Leidenschaft für (junge) Menschen sichtbar wird, wir aktiv Gesellschaft mitgestalten. Und – schließlich – zuerst und zuletzt, dass der König der Ehre, dass Gott selbst immer wieder Einzug halten kann in mein Herz, in mein Leben und in unseren CVJM bei allem, was wir tun.

„Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist“ heißt es in der letzten Strophe des Liedes. In diesem Sinne eine gesegnete Adventszeit!

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