Praxissemester 2017 – CVJM-Blog https://blogarchiv.cvjm.de Stark im Leben! Sun, 16 Jul 2017 10:34:59 +0000 de-DE hourly 1 „Ich habe noch nie ein so intensives Leben wie in Kapstadt gelebt“ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/30/ich-habe-noch-nie-ein-so-intensives-leben-wie-in-kapstadt-gelebt/ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/30/ich-habe-noch-nie-ein-so-intensives-leben-wie-in-kapstadt-gelebt/#respond Fri, 30 Jun 2017 10:13:36 +0000 http://www.cvjm-blog.de/?p=27971
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Friederike Weiß, Studentin an der CVJM-Hochschule, berichtet von ihrem Praxissemester im Cape Flats YMCA in Kapstadt, Südafrika:

Friederike Weiß

Friederike, wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Ich war in meinem Praxissemester für drei Monate in Kapstadt, Südafrika, beim YMCA Cape Flats tätig.

Mitarbeitende der CVJM-Hochschule wussten, dass ich auf der Suche nach einem Praktikum in einem englischsprachigen afrikanischen Land bin und haben mir diesen Kontakt vermittelt.

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Eines meiner spannendsten Projekte war die Neugründung und Durchführung einer Parents Support Group für Eltern und Großeltern. Mit der Teamleiterin hatte ich die Hauptkoordination und Verantwortung. Außerdem habe ich YMCA-Workshops vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet.

Durchführung eines Workshops

Ein anderer Bestandteil meiner Arbeit war die Mitarbeit in einem Programm an einer Grundschule, bei dem Werte und Fähigkeiten, wie z. B. Zuhören und Teamarbeit durch sportliche Spiele und Aktionen, vermittelt wurden. In mehreren Klassen habe ich Workshops zur gewaltfreien Kommunikation gegeben.

Was hat dir am meisten Freude bereitet?

Sehr gefreut hat mich, dass ich viel Verantwortung in leitenden Bereichen anvertraut bekommen habe. Die Mitarbeitenden konnten von mir im theoretischen Bereich lernen und ich konnte von ihren praktischen Erfahrungen profitieren – so war es ein Geben und Nehmen.

Ich konnte viele der im Studium erlernten Inhalte einbringen. Beispielsweise konnte ich die Inhalte einer meiner Hausarbeiten zum Thema gewaltfreie Kommunikation in einem Workshop an Grundschüler vermitteln.

Was war deine größte Herausforderung?

Eine meiner größten Herausforderungen war die Sprache. Meetings finden zwar auf Englisch statt, trotzdem wird häufig spontan die Sprache gewechselt und auf Afrikaans weitergesprochen.

Emotional war es die größte Herausforderung für mich, die Gegensätze im Land zu sehen. Gestärkt hat mich, zu erleben, dass dort viele Menschen mit einem großen Herzen sind, die den Wunsch haben, einen positiven Unterschied in ihrem Umfeld zu machen. Ich habe noch nie ein so intensives Leben wie in Kapstadt gelebt.

Gruppeneinheit mit High-School-Schülerinnen

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe hauptberuflich nachzugehen?

Ich kann mir vorstellen, nach meinem Studium für zwei bis drei Jahre in einem englischsprachigen afrikanischen Land als Sozialarbeiterin tätig zu sein. Ich möchte für die Menschen da sein, die wenige materielle Güter haben und immer tiefer das Geheimnis wahren Reichtums erfahren.

Der Praktikumsaufenthalt von Friederike Weiß in Südafrika wurde aus PROMOS-Mitteln des DAAD-Programms (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert.

Der CVJM Bayern unterhält seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit dem Cape Flats YMCA. Mehr dazu hier.

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„Trotz aller Schwierigkeiten haben die Kinder immer ein Lächeln im Gesicht“ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/29/trotz-aller-schwierigkeiten/ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/29/trotz-aller-schwierigkeiten/#respond Thu, 29 Jun 2017 14:06:10 +0000 http://www.cvjm-blog.de/?p=27890
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Kathrin Nöh, Studentin an der CVJM-Hochschule, berichtet von ihrem Praxissemester im YMCA Bogotá, Hogar AmaneSer, in Kolumbien:

Kathrin Nöh

Kathrin, wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Ich habe mein fünfmonatiges Praktikum im YMCA Bogóta im Hogar AmaneSer gemacht. Das ist ein Projekt für Kinder.

Der Hogar AmaneSer liegt in einem besonders kritischem Viertel, da dort Prostitution legal ist. In die Arbeit des Hogars AmaneSer werden auch die Familien der Kinder eingebunden.

Auf das Projekt bin ich durch die weltweite Zusammenarbeit der CVJM aufmerksam geworden.

Bei einem Ausflug

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Am meisten habe ich mit den Kindern gearbeitet, ihnen bei den Hausaufgaben geholfen, mit ihnen gespielt, in Workshops mitgearbeitet oder diese angeleitet.

Außerdem habe ich die Workshops der Eltern unterstützt und habe bei einigen Hausbesuchen gesehen, unter welchen Umständen die Kinder leben.

Was hat dir am meisten Freude bereitet?

Besonders toll fand ich die Zusammenarbeit im Team und die Möglichkeit, einen eigenen Workshop anzuleiten. Es war toll, die Begeisterung der Kinder zu sehen: Trotz aller Schwierigkeiten, die viele von ihnen zu Hause haben, haben die Kinder im Hogar immer ein Lächeln im Gesicht.

Ein Ausflug mit den Kindern

Interessant war für mich auch die Arbeit im Büro, denn durch regelmäßige Befragungen der Kinder soll die Arbeit des YMCA immer weiter verbessert und angepasst werden. Dabei sind Psychologen, Pädagogen und Sozialarbeiter jeweils für ihren Bereich verantwortlich.

Was war deine größte Herausforderung?

Zum einen die Sprache, die – trotz Spanischkurs in Deutschland – sehr neu für mich war, zum anderen auch einige kulturelle Aspekte.

Herausfordernd war auch die Unverbindlichkeit: Neben dem Projekt mit den Kindern habe ich noch in einem Projekt direkt auf der Straße für und mit Prostituierten mitgearbeitet. Eine Zeit lang hat dieses Projekt jedoch nicht stattgefunden, weil die Zuständige häufig spontan keine Zeit hatte.

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe auch hauptberuflich nachzugehen?

Ja, das kann ich, denn es ist mir wichtig, Kindern, die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen, ein Zuhause zu geben und ihnen die Möglichkeit zu bieten, ihre Kindheit zu leben.

Bei der Arbeit mit den Kindern

Ich möchte Kinder dabei unterstützen, Werte eines guten Miteinanders zu entwickeln und sie dadurch in ihrer Persönlichkeitsbildung zu begleiten und sie dazu zu ermutigen, ihren eigenen Weg einzuschlagen.

Der Praktikumsaufenthalt von Kathrin Nöh in Kolumbien wurde aus PROMOS-Mitteln des DAAD-Programms (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert.

Das Projekt des YMCA Bogotá wird auch von Aktion Hoffnungszeichen gefördert. Wir freuen uns sehr über Spenden mit der Projektnummer 42220 unter www.cvjm.de/spenden Mehr dazu unter www.cvjm.de/hoffnungszeichen

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„Es macht mir unglaublich viel Spaß, mehr über Menschen zu erfahren“ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/28/es-macht-mir-unglaublich-viel-spass-mehr-ueber-menschen-zu-erfahren/ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/28/es-macht-mir-unglaublich-viel-spass-mehr-ueber-menschen-zu-erfahren/#respond Wed, 28 Jun 2017 13:33:08 +0000 http://www.cvjm-blog.de/?p=27842
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Lea Rapsch, Studentin an der CVJM-Hochschule, berichtet von ihrem Praxissemester bei Teenchallenge Berlin e. V.:

Lea Rapsch

Lea, wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Ich war bei Teenchallenge Berlin. Darauf aufmerksam geworden, bin ich durch meinen Europäischen Freiwilligendienst in Tschechien. Dort kam ich durch einen Ausflug zu einer Teenchallenge-Einrichtung mit den Roma, die täglich unseren Streetwork-Club besuchten, mit deren Arbeit in Kontakt.

Für mein Praxissemester habe ich nach Einrichtungen des Trägers in Deutschland gesucht. Weil ich eine „echte“ Herausforderung wollte, wählte ich die Stadt Berlin.

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Meine Hauptbereiche waren die vier unterschiedlichen, nach Alter und Kiez aufgeteilten KiezKids-Gruppen, das Café Sehnsucht und Streetwork in einem Wohnwagen in der Nähe des Teenchallenge-Hauses.

Dabei habe ich vor allem viele Gespräche geführt, Hintergründe erfahren, Leid mitgetragen, Gitarre gespielt, mit den Menschen gesungen, gekocht, Inputs vorbereitet, habe mir Animationen und Gruppenspiele ausgedacht und viel gespült und geputzt.

Lea Rapsch vor dem Gebäude von Teenchallenge Berlin

Was hat dir am meisten Freude bereitet?

Ich bin ein Beziehungs-Sozialarbeiter: Es macht mir unglaublich viel Spaß, mehr über Menschen zu erfahren und ihre Geschichte zu hören, um dann helfen zu können.

Viele Teilnehmende fangen in der Kinder-Mutmach-AG an und wachsen durch alle Gruppen hindurch, was nur durch Beziehungen möglich ist.

Die niederschwellige Arbeitsmethode, die sich durch jeden Arbeitsbereich bei Teenchallenge zieht, ist mir am Anfang nicht leicht gefallen. Aber es ist oft eben einfach die Stetigkeit und Beständigkeit in den kleinen Dingen, die Veränderung schafft.

Bei der Arbeit mit Obdachlosen und Alkohol- und Drogensüchtigen habe ich viele Berührungsängste verloren.

Was war deine größte Herausforderung?

Am liebsten würde ich alles für die Menschen erarbeiten und machen. Wichtig ist aber, dass man es mit ihnen gemeinsam macht.

Bei all der Hoffnungs- und Trostlosigkeit gab es immer wieder Momente, in denen ich einfach völlig übermannt wurde von der Gnade Gottes. Dieses Spannungsfeld war für mich manchmal nicht leicht auszuhalten. Gerade dann war es wichtig, den Blick auf Jesus zu richten.

Lea Rapsch bei der Arbeit

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe hauptberuflich nachzugehen?

In den letzten Tagen des Praktikums ist mir aufgefallen, dass mir eine Arbeit mit der Rückenstärkung eines christlichen Teams und Arbeitsträgers genau die Sicherheit bietet, die ich für diese Art von Arbeit unbedingt brauche.

Die grobe Richtung der Arbeit kann ich mir gut vorstellen, wenngleich ich meinen Fokus eher auf Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehe.

 

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„Mein Praktikum hat meinen Blick in die Welt geweitet“ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/27/mein-praktikum-hat-meinen-blick-in-die-welt-geweitet/ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/27/mein-praktikum-hat-meinen-blick-in-die-welt-geweitet/#respond Tue, 27 Jun 2017 11:44:09 +0000 http://www.cvjm-blog.de/?p=27882
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Marie Schneider, Studentin an der CVJM-Hochschule, berichtet von ihrem Praxissemester in der Saint Saviour’s Church in Nottingham, England:

Marie Schneider

Marie, wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Ich war in meinem Praxissemester für sechs Monate in der Saint Saviour’s Church in Nottingham, England. Zusammen mit der Salvation Army haben wir uns für die Menschen im Stadtteil „The Meadows“ eingesetzt.

Durch einen CVJM-Kontakt aus meinem Bundesfreiwilligendienst hat sich diese wunderbare Möglichkeit eröffnet.

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Durch den außergewöhnlichen Ort waren die Aufgaben sehr vielfältig. Ich gehörte zum Team aller regelmäßig stattfindenden Gruppen. Die Vorbereitung, Unterstützung und auch mal Leitung der einzelnen Gruppen füllten meine Woche.

Auch administrative Aufgaben, Teammeetings, Mitwirkung im Gottesdienst und Kindergottesdienst sowie das Organisieren von Veranstaltungen gehörten zu meinen Aufgaben.

Was hat dir am meisten Freude bereitet?

Ich bin sehr dankbar, dass ich mich gleich nach ein paar Wochen als vollwertiges Mitglied des Teams fühlen konnte. Gemeinsame Ziele zu haben, motiviert mich in meiner Arbeit.

Einblick in die Arbeit der Eden Church

Außerdem habe ich es als sehr wertvoll erfahren, Verantwortung zu übernehmen und größere Veranstaltungen zu organisieren. Auch die Neugründung einer Girls Group und an allen Prozessen dafür beteiligt zu sein, fand ich sehr spannend.

Generell hat mir die Arbeit mit Kindern und das Sehen, wie sich Beziehungen dadurch entwickeln, viel Freude bereitet.

Was war deine größte Herausforderung?

Eine meiner größten Herausforderungen war es, mutig und selbstbewusst zu sein, wenn ich Gruppen leiten musste, obwohl ich noch nicht sicher in der Sprache war.

Eine weitere große Herausforderung war, nicht wie erwartet die Kultur der Briten, sondern die Kultur von „The Meadows“ – einem Viertel mit einem schlechten Ruf, hoher Arbeitslosigkeit und zerbrochenen Familien, was sich oft in einer Alles-Egal-Einstellung und Hoffnungslosigkeit geäußert hat.

Es ist einfach anders, als ich Leben vorher erlebt habe und hat definitiv meinen Blick in die Welt geweitet.

Marie Schneider bei der Arbeit

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe auch hauptberuflich nachzugehen?

Ja, das kann ich. Mir gefällt der Gedanke, als Teil von einem Team für verschiedene Bereiche innerhalb der Gemeinde verantwortlich zu sein.

Allerdings kann ich mir momentan noch nicht vorstellen, eine Gemeinde wie diese zu leiten und über nahezu alles den Überblick zu haben und alles zu koordinieren.

Der Praktikumsaufenthalt von Marie Schneider in England wurde aus PROMOS-Mitteln des DAAD-Programms (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert.

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„Es war für mich eine große und gewinnbringende Lernerfahrung“ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/26/es-war-fuer-mich-eine-grosse-und-gewinnbringende-lernerfahrung/ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/26/es-war-fuer-mich-eine-grosse-und-gewinnbringende-lernerfahrung/#respond Mon, 26 Jun 2017 11:32:36 +0000 http://www.cvjm-blog.de/?p=27774
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Felix Johne, Student an der CVJM-Hochschule, berichtet von seinem Praxissemester bei „Neues Land e. V.“:

Felix Johne

Felix, wo warst du im Praxissemester und wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Ich war in meinem Praxissemester in Hannover bei „Neues Land e. V.“. Der Verein „Neues Land“ ist eine strukturierte Suchthilfearbeit mit vielen verschiedenen Arbeitsbereichen.

Auf die Arbeit bin ich aufmerksam geworden, weil sie mir von einem guten Freund empfohlen wurde.

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Ich war hauptsächlich in der Clearingstation eingeteilt. Hier habe ich gelernt, im administrativen Bereich zu arbeiten. Dazu gehörten Aufgaben, wie Anträge zu stellen, Aufnahmedokumente anzulegen und mit Behörden zu korrespondieren.

Darüber hinaus habe ich Beratungsgespräche mit den Klienten geführt, Gruppenaktionen geplant und gestaltet, aber auch geistliche Einheiten wie Andachten und Lobpreis durchgeführt. Während ihrer Zeit in der Clearingstation sollen die Gäste, so gut es geht, auf die Therapie vorbereitet werden.

Was hat dir am meisten Freude bereitet? Welche erlernten Theorien aus dem Studium konntest du umsetzen?

Am meisten Freude hat mir das Planen und Durchführen der Gruppenaktionen bereitet. Aber auch die Beratungsgespräche waren für mich sehr spannend und lehrreich.

Hierbei hat mir das Studium einiger kommunikationspsychologischer Grundlagen geholfen.

Darüber hinaus war es spannend, an den Streetworkeinsätzen teilzunehmen. Dadurch war es mir möglich, den Weg eines Klienten von der Szene bis zur Therapie komplett nachvollziehen zu können.

Felix Johne bei „Neues Land e. V.“

Was war deine größte Herausforderung?

Meine größte Herausforderung war es, Provokationen und schlechte Laune der Klienten nicht persönlich zu nehmen, sondern aus einer professionellen Distanz heraus gelassen zu reagieren und gesunde Grenzen zu setzen.

Viele der ehemaligen suchtkranken Menschen sind sehr feinfühlig. Deshalb kann es schnell passieren, dass bestimmte Reaktionen falsch verstanden werden. Dafür sensibel zu werden und bewusst eindeutige Signale zu senden, war für mich eine große und gewinnbringende Lernerfahrung.

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe hauptberuflich nachzugehen?

Ich kann mir gut vorstellen, später im suchttherapeutischen Bereich zu arbeiten. Vorzugsweise in einer Langzeittherapieeinrichtung, da es für therapeutische Gespräche wichtig ist, über einen längeren Zeitraum hinweg eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Da in einem Auffanghaus eine relativ hohe Fluktuation besteht, wäre dies für mich nicht der optimale Arbeitsbereich.

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„Es machte mir viel Freude, den missionarischen Aspekt zu stärken“ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/23/es-machte-mir-viel-freude-den-missionarischen-aspekt-zu-staerken/ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/23/es-machte-mir-viel-freude-den-missionarischen-aspekt-zu-staerken/#respond Fri, 23 Jun 2017 09:20:30 +0000 http://www.cvjm-blog.de/?p=27868
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Sarah Schwierk, Studentin an der CVJM-Hochschule, berichtet von ihrem Praxissemester im YMCA Quindío in Kolumbien:

Sarah Schwierk

Sarah, wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Ich war fast fünf Monate in Kolumbien im CVJM Quindío.

Ich konnte schon Spanisch und kannte auch die lateinamerikanische Kultur etwas. Außerdem gibt es dort eine vielseitige künstlerische, missionarische und soziale Arbeit, die mich neugierig gemacht hat.

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Ich hatte eine sehr vielseitige Arbeit mit allen Altersgruppen, gab Deutsch- und Englischunterricht, habe in kreativen Gruppen mitgearbeitet, Kinder-, Jugend-, Ehrenamtlichen- und Seniorenstunden durchgeführt sowie im Behindertenheim und in Missionsgruppen mitgewirkt.

Spiel zur Stärkung des Teamzusammenhalts

Meine Arbeit drehte sich viel darum, Menschen auf adäquate methodische Weise in ihren Fähigkeiten und im Glauben zu fördern.

Was hat dir am meisten Freude bereitet? Welche erlernten Theorien aus dem Studium konntest du umsetzen?

Mein Praxisprojekt bestand darin, Ehrenamtlichen eine Missionsschulung mit sozialpädagogischen Methoden zu erteilen, wobei ich einiges an Theorie aus dem Studium anwenden konnte.

Es machte mir viel Freude, den missionarischen Aspekt zu stärken. Da jede Methode immer gruppenspezifisch angewendet werden muss, lernte ich, die angewandten Theorien immer wieder neu zu durchdenken und praxisnah zu gestalten.

Besonders toll fand ich auch die vielseitige Arbeit mit Menschen aller Altersgruppen, gerade den Englisch- und Deutschunterricht sowie den Austausch im Team.

Einblicke in die Arbeit

Was war deine größte Herausforderung?

Die Kultur ist doch sehr anders als unsere und ich fand es herausfordernd, gelernte Methoden gruppenspezifisch anzuwenden und auf Probleme vor Ort im jeweiligen Kontext zu reagieren, ohne die Hintergründe der Kultur richtig zu kennen.

Die CVJM in Kolumbien sind weniger missionarisch ausgeprägt als bei uns. Es war für mich herausfordernd, speziell diesen Aspekt vor Ort zu stärken. Dazu stellte die doch fremde Sprache auch manchmal ein Hindernis dar, auf hohem Niveau zu kommunizieren.

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe hauptberuflich nachzugehen?

Ja und nein. Einerseits hat mir die praktische Arbeit sehr viel Spaß gemacht und ich konnte viel Erlerntes teilen und selbst mitnehmen, gerade auch in der internationalen Gruppenarbeit. Allerdings würde ich mich lieber auf weniger Gruppen konzentrieren, um gute Beziehungen aufzubauen und den missionarischen Aspekt noch stärker zu betonen.

Projekte für Kinder

Im interkulturellen Kontext mit jungen Menschen zu arbeiten, hat mich aber immer schon sehr gereizt und nun wurde diese Neigung anhand der praktischen Erfahrung bestätigt und gefördert.

Der Praktikumsaufenthalt von Sarah Schwierk in Kolumbien wurde aus PROMOS-Mitteln des DAAD-Programms (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert.

Der CVJM Thüringen lebt seit 2008 eine lebendige Partnerschaft mit dem YMCA Quindio in Kolumbien. Mehr darüber hier.

Mit Aktion Hoffnungszeichen fördert der CVJM Deutschland eines der Projekte der Jugendarbeit im YMCA Quindio, in dem Sarah Schwierk mitgearbeitet hat. Mehr darüber hier. Spenden sind jederzeit über www.cvjm.de/spenden möglich!

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„Von meiner Praktikumsstelle wurde mir viel Vertrauen entgegengebracht“ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/22/von-meiner-praktikumsstelle-wurde-mir-viel-vertrauen-entgegengebracht/ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/22/von-meiner-praktikumsstelle-wurde-mir-viel-vertrauen-entgegengebracht/#respond Thu, 22 Jun 2017 12:06:40 +0000 http://www.cvjm-blog.de/?p=27778
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Dorothea Krause, Studentin an der CVJM-Hochschule, berichtet von ihrem Praxissemester in der Hermann-Schafft-Schule Homberg (Efze):

Dorothea Krause

Dorothea Krause

Dorothea, wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Für ein halbes Jahr durfte ich in der Hermann-Schafft-Schule in Homberg (Efze) im Bereich Schulsozialarbeit mitarbeiten. Diese Schule hat die Förderschwerpunkte Hören und Kommunikation sowie den Förderschwerpunkt Sehen.

Auf die Stelle wurde ich durch verschiedene Empfehlungen aufmerksam.

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Seit diesem Schuljahr nimmt die Hermann-Schafft-Schule in einer „Willkommensklasse“ hörbeeinträchtigte und gehörlose Schülerinnen und Schüler mit zusätzlichem Fluchthintergrund auf. Den Mädchen und Jungen zwischen zehn und 17 Jahren wird damit der Zugang zum deutschen Schulsystem durch die grundlegende Vermittlung der Deutschen Gebärdensprache, der deutschen Schriftsprache und Grundlagen von Mathematik geebnet.

Die Hermann-Schafft-Schule Homberg (Efze)

Die meiste Zeit in der Woche verbrachte ich innerhalb dieser Klasse, unterstützte den Unterricht, führte eigene kleine Projekte durch und begleitete die Schülerinnen und Schüler im Schulalltag.

Außerdem durfte ich in der Mittagsbetreuung mitarbeiten, in einem wöchentlichen Kochprojekt von Schülerinnen und Schülern mit Hör- und/oder Sehbeeinträchtigungen und in einer Spiele-AG in der Grundstufe.

Was hat dir am meisten Freude bereitet?

Am meisten Freude bereitete mir, immer tiefer in die Arbeit an dieser besonderen Schule hineinblicken zu dürfen. Von meiner Praktikumsstelle wurde mir viel Vertrauen entgegengebracht, sodass ich in unterschiedlichen Bereichen hospitieren, unterstützen und selbst kleine Projekte umsetzen durfte.

Das Alphabet in Gebärdensprache

Ein Wunsch von mir war es, meine Grundkenntnisse der Gebärdensprache zu erweitern. Das war dort sehr gut möglich.

Was war deine größte Herausforderung?

Für mich war die größte Herausforderung, schnell und besser die deutsche Gebärdensprache zu lernen und zu verinnerlichen. In dem Kontakt zu Schülerinnen und Schülern spürte ich häufig, dass ich mehr und mehr Vokabeln lernen musste. Gott sei Dank waren sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Kolleginnen und Kollegen geduldig mit mir.

Dorothea Krause übt sich in Gebärdensprache

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe hauptberuflich nachzugehen?

Die Schulsozialarbeit kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich empfand die äußeren, strukturellen Rahmenbedingungen der Schule als sehr gut geregelt und strukturiert.

Die Arbeit mit Menschen mit Hörbeeinträchtigung forderte mich angenehm heraus. Gebärdensprache fasziniert mich und ich habe große Freude empfunden, sie zu lernen. Und um konkret auf die Frage zu antworten: Ja, auf alle Fälle!

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„Ich durfte in dieser Zeit viele tolle Dinge mit den Kids erleben“ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/21/ich-durfte-in-dieser-zeit-viele-tolle-dinge-mit-den-kids-erleben/ https://blogarchiv.cvjm.de/2017/06/21/ich-durfte-in-dieser-zeit-viele-tolle-dinge-mit-den-kids-erleben/#respond Wed, 21 Jun 2017 13:48:15 +0000 http://www.cvjm-blog.de/?p=27853
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Maren Lenz, Studentin an der CVJM-Hochschule, berichtet von ihrem Praxissemester bei der Ranch Ehrlo Society in Kanada:

Maren Lenz

Maren, wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Während meines Praxissemesters war ich für knapp sechs Monate in Kanada und habe bei der Ranch Ehrlo Society gearbeitet.

Ich bin auf diese Organisation aufmerksam geworden, weil vor mir schon andere Studierende dort waren.

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Die Organisation bietet Kindern und Jugendlichen, die nicht in ihrem eigentlichen Zuhause aufwachsen können oder deren Zuhause nicht angemessen für Kinder in ihrem Alter ist, Hilfe und Unterstützung.

Durch die gesellschaftliche Lage sind dies vermehrt Kinder aus Reservaten der First Nations.

Was hat dir am meisten Freude bereitet?

Meine Arbeit war in drei Hauptbereiche eingeteilt: Schule, Wohngruppe und das sogenannte EAL (Equine Assisted Learning), das ist eine Einrichtung für therapeutisches Reiten. Alle drei Bereiche haben das Ziel, den Kindern zu zeigen, wie sie sich gut in die Gesellschaft integrieren, Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen und Eigenständigkeit lernen können.

Therapeutisches Reiten gehörte zu den Aufgaben von Maren Lenz

Besonders viel Freude hatte ich daran, zu sehen, wie die Kids zum ersten Mal unbefangen Kinder sein können und nicht durch drogensüchtige Eltern gestoppt werden oder mit dem Haushalt oder Geschwistern überfordert sind.

Außerdem war es super, zu erleben, wie sich die Kinder entwickeln und zu selbstständigen, verantwortungsvollen Persönlichkeiten heranwachsen.

Ich durfte in dieser Zeit viele tolle Dinge mit den Kids erleben, wie z. B. Camptrips in den Norden Saskatchewans, den größten Regenwald der Welt, und ich durfte unglaublich viel über die alten Indianerstämme Kanadas erfahren – dank der Kinder.

Was war deine größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung an der Arbeit war für mich, dass viele der Kinder Englisch – genau wie ich – nicht als Muttersprache sprechen. Ihre Muttersprache ist ihre Stammessprache. Das machte die Kommunikation manchmal etwas schwierig.

Ein Ausflug mit den Kindern an einen See

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe hauptberuflich nachzugehen?

Ich kann mir vorstellen, später im Bereich des therapeutischen Reitens zu arbeiten. Bei dieser Arbeit kann man bei jedem Kind ganz klein anfangen und geht die Probleme an. Tiere sind oft die besten Therapiepartner für Kinder.

Die Arbeit macht nicht nur dem Anleiter Spaß, sondern auch den Kindern und den Tieren.

Der Praktikumsaufenthalt von Maren Lenz in Kanada wurde aus PROMOS-Mitteln des DAAD-Programms (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert.

 

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